#gleichistgleich – Als Unterstützer beim Hackathon für Gleichberechtigung vom Katholischen Frauenbund.

Simone Lombard/ 0Kommentare

Teaser Digital-Paten

Unter dem Motto #gleichistgleich fand der erste Online-Hackathon des Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) statt. Über mehrere Tage hinweg wurden hier virtuell Lösungen für die Gleichberechtigung gefunden: für echte Partnerschaft zwischen den Geschlechtern und echte Gleichstellung.


Die Digital-Paten beim Hackathon #gleichistgleich

Simone_Lombard_gleichistgleich

Wir waren dabei. Als wir vom Hackathon #gleichistgleich erfuhren, waren wir uns sicher, dass wir teilnehmen müssen. Denn Gleichberechtigung muss auch auf digitaler Ebene stattfinden. Als Gründerin durfte ich nicht nur teilnehmen, sondern die Veranstaltung als Unterstützerin und Expertin für digitale Gleichberechtigung begleiten. Dabei habe ich viele engagierte Menschen kennengelernt, die Lust auf Veränderung haben. Gleichberechtigung ist ein globales Thema, das sich auf vielen Ebenen zeigt. Besonders im Bereich der Technik & Digitalisierung ist hier noch Aufholbedarf. Deshalb war mir klar, dass ich unterstützen möchte. Zum einen, um mehr über Gleichberechtigung zu erfahren und zum anderen, um Gleichberechtigung im Bereich der Digitalisierung voranzutreiben. Denn je mehr Menschen sich engagieren, desto schneller können wir etwas verändern. 


Der Hackathon

Der Hackathon wurde ausgerichtet vom KDFB Landesverband Bayern, der sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft einsetzt. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. 

Ein ganzes Wochenende lang wurden ExpertInnen befragt, Ideen gesammelt und neue Lösungen auf die Wege gebracht. Dabei haben sich über 200 Menschen virtuell per Zoom zusammengefunden und ihre Sichtweisen und Perspektiven eingebracht. Dazu gab es spannende Vorträge unter anderem von Dorothee Bär, der Staatsministerin der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung.

Plenum_gleichistgleich

Die Themenbereiche der Gleichberechtigung

Was braucht es für eine Gesellschaft mit Zukunft? Während des Wochenendes gab es fünf Themenfelder, mit denen sich die Teilnehmer beschäftigt haben: 

  • Arbeitswelt, Forschung & Bildung
  • Partnerschaft und Erziehung
  • Öffentlicher Raum, Medien und Sprache
  • Politik
  • Kirche

Jeder Teilnehmer konnte sich aussuchen mit welchem Themenbereich er sich gerne beschäftigen möchte. So fanden dann Gleichgesinnte aus verschiedenen Generationen und Fachrichtungen sowie Experten zusammen. Im Team wurden Lösungen gesucht, die für mehr Gleichstellung in diesen Themenbereichen sorgen. Innerhalb von 48 Stunden wurden aus ersten Gedanken greifbare Konzepte: von Flashmobs über Kartenspiele bis zu digitalen Plattformen war hier alles dabei. Die Konzepte sind auch schon auf der Webseite des KDFB veröffentlicht worden. 


Digitale Gleichberechtigung

Ganz besonders spannend war eine Gruppe, die sich mit damit beschäftigt hat, wie man Menschen – und besonders Frauen – in der Kirche besser vernetzen kann. Das Konzept „Meine Gemeinde digital – am Beispiel Maria. 2.0“ setzte an der Reformbewegung in der Katholischen Kirche an und will jene vernetzen, die sich bundesweit als auch lokal interessieren und einsetzen wollen. Wer es noch nicht kennt, die Initiative „Maria 2.0“ fordert den Zugang für Frauen zu kirchlichen Ämtern, umfassende Aufklärung und Aufhebung des Zölibats und setzt sich damit ganz klar für die Gleichstellung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche ein.

Interessant waren hier zwei Dinge: Erstens braucht es digitale Vernetzung um das Thema zu verbreiten. Zweitens braucht es daneben auch die Möglichkeiten, ältere Menschen anzusprechen. Das bedeutet eine digitale Lösung muss leicht bedienbar sein und funktioniert eigentlich nur dann, wenn digitale Kompetenz vorhanden ist. Hier hat das Team folgendes herausgefunden: Für den ersten Punkt, der digitalen Vernetzung, müssen Lösungen einfach sein. Dafür entwickelten sie einen neuen Vorschlag für eine App „Maria 2.0“, die barrierefrei und leicht erlernbar ist. Für den zweiten Punkt, die Ansprache aller (besonders älterer) Gemeindemitglieder, braucht es einen Austausch zwischen den Zielgruppen. Nur wenn digitale Kompetenz vorhanden ist, können solche Konzepte funktionieren. Und dafür braucht es Schulungen, Unterstützung und Menschen, die sich engagieren digitale Lösungen zu erklären.

Ich bin mir sicher, dass Ideen wie diese Gleichstellung nachhaltig verändern können und schon ganz gespannt, wie sich das Projekt weiterentwickelt.

Maria2.0_meine_Gemeinde_digital

Unser Resümee

Aus ungefähr 300 Teilnehmern sind in wenigen Tagen echte Teams geworden, die sich gegenseitig inspiriert, zusammen gelacht, aber auch diskutiert haben. Die Stimmung war voller Veränderungsgeist und ich durfte spannende Frauen kennenlernen. In den wenigen Tagen wurde ein breites Spektrum an Themen angesprochen. Ich habe viele neue Impulse mitgenommen und völlig neue Sichtweisen darüber erhalten, wie sich Gleichberechtigung anfühlen kann. Gleichzeitig habe ich wieder mal gemerkt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben hin zu digitaler Gleichberechtigung. Aber auch, dass wir Digital-Paten einen wichtigen Teil dazu beitragen können. 

Ihr wollt mehr wissen über digitale Gleichberechtigung? Dann meldet Euch gerne direkt bei uns.

Simone Lombard
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Über Simone Lombard

Simone ist unsere Innovationsexpertin. Sie bringt Erfahrung in der Umsetzung von neuen Ideen und Projekten aus der Beratung und aus Startups mit. Die Digitalisierung sieht sie als Chance die alle Menschen gemeinsam nutzen sollten.

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